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Geschichte

Die Wurzeln des Hopfenbaues gehen in das 13. Jahrhundert zurück. Der Hopfendienst wurde das erste Mal 1206 in einem Wilheringer Urbar erwähnt. Somit hat der Hopfenanbau im Mühlviertel eine längere Tradition als der in Saaz, der dort unter Karl IV seit dem Jahr 1348 sichergestellt ist (Literatur: Dr. Ing. Wernek, Brauwesen und Hopfenanbau in OÖ, 1937).


1880 erreichte das Anbaugebiet Mühlviertel mit ca. 1000 ha Hopfenfläche die größte Ausdehnung. 1939 mussten aufgrund eines Berliner Reichserlasses die letzten 32 ha gerodet werden.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde auf Ersuchen der österreichischen Brauindustrie mit dem Hopfenbau neu begonnen. Mit einer Erstellung eines langfristigen Hopfenabnahmevertrages und der Gründung der Hopfenbaugenossenschaft 1951 wurde der Mühlviertler Hopfenanbau wieder in geordnete Bahnen gelenkt.

1980 erfolgte die Installation einer Pelletierungsanlage, welche die Verarbeitung des Mühlviertler Hopfens zu Pellet Typ 90 ermöglicht.

Die Erzeugergemeinschaft für Mühlviertler und Waldviertler Hopfen wurde 1996 gegründet und umfasst 44 Mitglieder (37 im Mühl- & 7 im Waldviertel), 2 davon haben sich auf Hopfen aus kontrolliert biologischem Anbau spezialisiert.

2010 wurden bei der Bonitierung zum vierten Mal in der Geschichte der Hopfenbaugenossenschaft 100% erste Qualität bescheinigt.

Seit 2009 verfügt das Verarbeitungswerk in Neufelden über ein nach ISO 9001:2000 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Die Entwicklung von Mini-Ballot im Jahr 2012 stellt einen weiteren Meilenstein dar. Diese sind brikettierter Rohhopfen, womit kann Rohhopfen besonders aromageschützt gelagert werden.

Geografische Lage

Das Mühlviertel liegt nördlich der Donau, angrenzend an Bayern und Tschechien. Die Bezirke Rohrbach und Freistadt gehören zum südwestlichen Teil des Granitplateaus der Böhmischen Masse. Hopfen wird auf einer Seehöhe von 350 bis 650 m kultiviert. Es herrschen die Gesteinsarten Granit und Gneis vor.
Der Boden ist meist sandiger Lehm bis lehmiger Sand und kalkarm. Die Hopfenflächen sind möglichst ausgesuchte Südostlagen mit geringer Humusauflage und einer geringen Wasserspeicherung.
Ein langer rauer Winter, ein kurzer Frühling, ein heißer Sommer und ein schöner Herbst zeichnen das Klima im Mühlviertel aus. In den letzten 50 Jahren sind steigende Temperaturen zu verzeichnen.

Die Niederschläge betragen durchschnittlich 830 mm pro Jahr. In der Hopfenvegetationszeit von Mai bis August ist die Witterung mit viel und reinem Sonnenschein, mit ausreichendem Regen und hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht besonders geeignet. Diese Eignung spiegelt sich in einer Ertragsstabilität wieder.

 

Hopfenbaugenossenschaft eGen.

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Hopfenbaugenossenschaft eGen. in Neufelden
Hopfen

Bei uns im Büro gibt es KEINE Hopfenpflanzen zu kaufen. Bei Interessen kontaktieren Sie bitte Herrn Alfred Allerstorfer in St. Ulrich i. Mkr. unter +43-664-2342641 oder Herrn Johann Haslhofer in Kefermarkt, Freistadt, unter +43-664-2707272. Vielen Dank für Ihr Interesse!